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Brandung

Urlaub in Dänemark

Sturm Kyrill und Angeln

Oldman, 02.05.07

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Unser Urlaub, eine Ferienwohnung in Dänemark – Klegod – Nordsee - war schon lange gebucht , doch dann kam Kyrill -ein Sturm -, welcher Schäden ungeheueren Ausmaßes anrichtet dazwischen. Wir ließen und nicht entmutigen starten dennoch. Hier ein Bericht wie sich der Sturm auf den Urlaub b. z. w. auf die Angelei auswirkte.

Urlaub in Dänemark - Sturm Kyrill u. Angeln
 
Lange schon war der Urlaub gebucht. Hurra endlich war es soweit.                                                                                                                      
Nach dem Frühstück in das voll getankte und schon gepackte Auto geschwungen.
Los ging die Fahrt!
Nach 6,5 Std. anstrengender Fahrt /Kampf gegen den Sturm (Seitenwind) und Regen - mit Muskelkater im rechten Oberarm vom ständigen Gegenlenken –kamen wir (meine Regierung und ich) im Urlaubsort –Klegod /Daenemark an.
Erst wollte ich mit Anhänger fahren – man gut das ich es nicht getan habe, denn die Brücke bei Regensburg war wegen des Sturmes für „Gespanne gesperrt.
Der Regen hatte aufgehört und zeitweise kam die Sonne durch. Klar wenn Engel Reisen….!                        
Doch der Sturm blies weiter mit unverminderter Stärke.
Egal - Hauptsache trocken und so machten wir noch vor dem Auspacken erst einmal einen
Entspannungsspaziergang zum Strand.
Welch ein Anblick!
 
 
 
Sollte es so weiter gehen! Ich wollte unbedingt meine neu erworbenen Brandungsruten ausprobieren.
Auch an den nächsten Tagen, Sonntag, Montag, hielt der Sturm an.
Deshalb ging ich für jeweils 2 Std. an diesen Tagen zum Angeln an den Put und Take.
Insgesamt fing ich an diesen beiden Tagen 4 Forellen – Gewicht zusammen – 10 kg.
 
 
Da meine Frau am Freitag -Geburtstag und sich Besuch über das Wochenende angesagt hatte, habe ich den Dicksten als Gravet eingelegt, welchen ich dann zum Frühstück servierte.
Hmmm lecker. Es blieb nicht ein Krümel übrig.
Noch 2 weitere Fische verschwanden an diesem Wochenende in unsere Mägen.
So sieht es in Keramik aus was davon übrig blieb
 
Am Dienstag u, Mitwoch dann die Überraschung - es ging gar nichts. Schnee und Frost waren angesagt.
Der Put und Taketeich war aufgrund des Kälteeinbruchs ca. 2 cm dick zugefroren und für Eisangeln hatte ich nicht das erforderliche Gerät dabei.
 
Schnee und Frost - Blick über den Ringköbing Fjord                                                                                                                                   
Brandungsangeln war wegen des noch stärker werdenden Sturms gar unmöglich geworden.
Ja der Wind trieb den Sand so stark vor sich her, dass dieser sich auf der Haut anfühlte als
würde man von tausenden kleinen Nadeln gestochen. Nur vermummt war der Strand erreichbar
 
meine Regierung -vermummt
 
Doch dann kam der Donnerstag!
Früh morgens ein Blick aus dem Fenster- klarer blauer Himmel, das Auto zugefroren,
aber relativ Windstill – Hurra Windstill.
Nachdem Spätfrühstück –meine Regierung zu einen Bummel nach Hvide Sande überredet.
Während des Bummels habe ich in der dortigen –Sandormkiste (Angelladen) 40 frische lose Wattwürmer für nur 35 Kronen (ca. 5 Euro)ersteigert. Nun hatte ich es eilig zum Ferienhaus zurück zukommen. Dort meine Regierung vor den Fernseher gesetzt - es lief da gerade Wahre Liebe-;
Ich - ab in den Thermoanzug und dann so nah wie möglich mit dem Auto an den
Strand gefahren.
Das Geroedel aus dem Kofferraum unter den Arm geklemmt und schon nach wenigen hundert Metern Fußweg war der Strand erreicht.
Aufgeregt wie einer, der zum ersten Mal- angeln geht, rammte ich meine selbst gebauten   Rutenhalter in den Sand.
Nun die neu erworbenen Tele-Brandungsruten ausgezogen - in die Rutenhalter gesteckt - an die schon vorher angebrachten Vorfächer noch ein Birnenblei 150 gr. angehängt - fertig. Nachdem dem ich die Haken fein säuberlich mit Wattwürmern bestückt hatte stand der erste Wurf bevor.
.Die Schnur mit dem rechten Zeigefinger festhalten, Schnurfangbügel zurückklappen,
3 Schritte Anlauf, mit aller Kraft zog ich den Wurf durch - ab ging die Post.
Die Rute bog sich bedingt durch das Bleigewicht und den Schwung nach hinten durch
-lud sich regelgerecht auf und ließ dann mit einer unglaubliche Wucht und Geschwindigkeit
das Blei gegen England fliegen. Ich hatte nie gedacht, dass ich soweit werfen kann.
Es dauerte eine Weile bis ich begriff, dass keine Schnur von der Spule zog und das Blei mit dem Vorfach allein davon flog.
Toni Blair, Prinz Charles u. s. w. verzeiht mir, dass ich evtl. britisches Hoheitsgebiet verletzt
habe.
Was ist geschehen?                                                                                                                             
In meiner Aufregung u. Anspannung habe ich dieses Peng/Patschgeräusch ignoriert, welches entsteht wenn eine Schnur reißt. Der Grund für den Schnurriss lag vermutlich darin, dass ich keine Schlag- o. Keulenschnur verwendet habe.
Abhilfe habe ich geschaffen, in dem ich die Hauptschnur (die ersten 5m) doppelt genommen und dann alle 2 m einmal mit sich selbst verknotet habe. Nicht das gelbe vom Ei, aber es half.
Von da an hatte ich beim Auswerfen eigentlich keine Probleme. Doch ich musste feststellen, dass ich einen Rechtsdrall habe, erst als ich meine Würfe mehr gegen Süden ausrichtete, gingen diese geradeaus.
Ich verreiße die Rute nicht beim Wurf. - Nein Niemals - Die Anziehungskraft des Nordpols, die Umdrehungsgeschwindigkeit der Erde oder auch die Erdkrümmung hat Schuld. Oder?
Freitag
Hurra wieder windstill.
Gegen 16:00 Uhr ab zum Strand. Das Werfen wurde immer besser und die Würfe immer
weiter. Ich habe die doppelt genommene Schnur zwischenzeitlich durch eine 6o er als Schlagschnur ersetzt .Auch der Rechtsdrall verschwand so langsam und das Blei flog dahin wo es hin sollte. Ja Übung macht den Meister.
 
Leider habe ich an diesen Tagen nicht ein Fisch gefangen.
Vermutlich angelte ich an der falschen Stelle.
Aber welches ist nach dem Sturm die richtige Stelle?
Der letzte Sturm ging hier wirklich ans Eingemachte.
Wo beim letzten Urlaub noch Strand war, kann ich heute angeln.
 
 
Doch pünktlich zum Wochenende schlug das Wetter erneut um.
Es wurde wieder wärmer , stürmischer und regnerischer, was zur Folge hatte - Put und Take wieder auf , Brandungsangeln ade - im wahrsten Sinne des Wortes vom Winde verweht.
Es stürmte nahtlos die ganze Woche, wobei sich der Regen Gott sei Dank in Grenzen hielt.
So blieb mir leider nur Put und Take.
Am Mo.   - 4 Std.     2 Fische
Am Mi.    - 4 Std.      Schneider
Doch Freitag - der letzte Urlaubstag - brachte sehr zum Leidwesen meiner Frau noch ein Highlight.
Am Donnerstag mit meiner Regierung nochmals in Hvide Sande bummeln gegangen und dabei auch den Put und Take gleich rechts neben der Sanddormkiste (Angelladen)angesehen. Kein Angler und kein Fisch war am/im Wasser zu sehen.
 
Hafen von Hvide Sande
 
Doch ließ ich mich von meiner Frau überreden am Freitag dort zu angeln.
Sie wollte mich nur aus dem Haus haben, damit ich ihr beim Saubermachen (Endreinigung) und packen nicht im Wege stehe und Fische mussten, nach dem alles sauber ist, auch nicht mehr sein.
So kam was in solchen Fällen kommen musste. Das Verhängnis nahm seinen Lauf.
 
Von 10:00 – 12:00 Uhr alles mögliche probiert Tauwurm , Maden, Blinker, Power Bait -die verschiedensten Sorten nichts – nicht ein Zupfer. Also doch richtig gesehen – keine Fische drin.
Dann plötzlich –pünktlich um 12:00 Uhr verschwand meine Wasserkugel -Gegenwindmontage. Hurra ein Biss und ich konnte ein Prachtstück von Forelle landen
.Nach dem ich den Fisch versorgt hatte, nochmals mit der gleichen Montage und Köder
(Power Bait Schlumpfblau) die Stelle angeworfen und keine 10 min später konnte ich den
nächsten Fisch landen. So fing ich dann bis 16:00 Uhr insgesamt 12 Forellen ähnlicher
Kaliber – wie oben abgebildet. Ich hatte wohl den Forellensammelplatz –Hot Spot - – unter einen Steg entdeckt. Kurios am Ganzen ist jedoch, dass die Bisse nur auf Power Bait (Schlumpf-blau) erfolgten.
Im Ferienhaus angekommen fiel meine Frau aus allen Wolken und ich durfte die
Fische bei dem sch….ß Wetter draußen unter dem Freisitz ausnehmen und
wegen der Transportprobleme, filettieren.
So fand dieser Urlaub aus anglerischer Sicht für mich doch noch einen versöhnlichen
Abschluß.


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