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Kescher

Spinnangeln an der Küste

Meerforelle und Hornhecht

Oldman, 29.04.09

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Das Spinnangeln an der Meeresküste erfreut sich eine immer grösser werdender Beliebtheit, gewinnt immer mehr Freunde. Da gerade die Hochzeit  für Mefo und  die Hornhechtzeit  im kommen ist diese  Grundanleitung.

Spinnangeln an der Küste
 
Außer durch Pilken, Brandungsangeln wird dem Fisch mit der Spinnrute nachgestellt. Zielfisch ist hier in erster Linie die Meerforelle und dann der Hornhecht. Dänemark hat hier die Vorreiterrolle übernommen und für die Erhaltung und Verbreitung der Meerforelle ein riesiges Programm aufgelegt – alle Gelder die für die Meeresfischereigenehmigungen eingenommen werden, fließen hier rein. Die Hauptangelzeit auf die Mefo`s ist die Abend –und Morgendämmerung im Herbst und Frühjahr, wenn die Mefo`s nahe dem Ufer genug Nahrung finden.. Für den Hornhecht liegt die Hauptangelzeit in der 1. Sommerhälfte.
 
auf Meerforelle
 
Kleidung:
Da die Hauptangelzeit auf Mefo´s in der ungemütlichen Jahreszeit liegt, ist warme, wind- und wasserfeste Bekleidung unbedingt notwendig. Eine gute Wathose mit der man den Fisch an bestimmten Küstenabschnitten etliche Meter entgegn gehen kann, leistet wertvolle Dienste.
 
Rute:
Als Ruten kommen Spinnruten von 2,70m bis 3m Länge, mit einem Wurfgewicht von 20 -60 gr. zur Anwendung
 
Rolle:
Die Rolle, wie kann es auch anders sein, soll See-/Salzwasserbeständig sein und ein Fassungsvermögen von ca. 200m , 25 er Monoschnur haben. Ebenso eine konische Spule und eine saubere Schnurverlegung - am besten Kreuzwicklung – für weite Würfe
 
Schnur :
25er Schnur oder eine 18er Geflochtene ist für diese Angelei 1. Wahl.
 
Köder:
Für die Jagd auf Mefo``s werden eingesetzt Kunstköder - schlanke Blinker und Pilker, Küstenwobbler, Fliegen, Streamer und Wurmnachbildungen aus Gummi
 
 
 
Naturköder – Watt-/Seeringelwürmer, Krebsfleisch und Heringsfetzen in Frage.
 
 
Weiteres Gerät:
Ersatzmaterial , Kleinteile,  Gerät für die Versorgung der gefangen Fische (Schlagholz, Messer), Aufbewahrungsbehälter für den Fang , ein Maßband ö.ä. und ein Unterfang-/
Watkescher.
 
 
Angelmethode:
Die Angelmethoden auf Mefo   mit der Spinnrute sind Blinkern/Pilken und Schleppen. Blinkern/Pilken Beim Blinkern und Pilken werden schlanke Mefo`-Blinker eingesetzt. Nach dem der Blinker/ Pilker möglichst weit ausgeworfen ist, wird er eingekurbelt Die Einholgeschwindigkeit muss durch ausprobieren heraus gefunden werden.  Einmal ist ein schnelles, ein anderes Mal ist ein langsames Einholen erfolgreich. Ein Vareiren der Einholgeschwindigkeit (Stop and Go) sowie ein dem Blinker vorgeschalteter Springer, bestehend aus einer Fliege oder Streamer, kann die Erfolgschancen steigern. Das unterschiedliche Beissverhalten der Mefo`s ist von mehreren Faktoren – wie Jahreszeit, Wassertemperatur, Wassertiefe u. s. w. abhängig. Der Blinker/Pilker wird mittels eines Wirbels direkt an der Hauptschnur befestigt.
 
Schleppen
Eine weitere Methode der Mefo nachzustellen ist das Schleppen mit der Spinnrute. Hierbei werden Naturköder oder aber auch eine Fliege oder Streamer mit einer Wasserkugel oder dem Sbirolino an einem 2 -3m langen Vorfach ausgeworfen und dann wieder eingeholt. Bei der Verwendung einer Fliege/ Streamer ist es ratsam ca.50 cm vor dem Köder ein Bleischrot zuklemmen und beim Auswerfen die Schnur kurz bevor sie auf dem Wasser auftrifft abzubremsen, damit das Vorfach sich streckt. Das Einholen (schleppen) des Köders hat sehr langsam zu erfolgen. Auch hier kann durch Variation der Einholgeschwindigkeit die Erfolgschance steigen.
 
Angelplätze:
Gute Angelplätze sind Flussmündungen, da die Mefo`s zu laichen in diese aufsteigen. Küstenstreifen mit Leopardengrund.
 
 
Tipp:
Beim Angeln immer erst den Nahbereich befischen, da sich die Mefo`s oft im seichten Wasser auf Nahrungssuche befindet
 
auf Hornhecht
 
 
 
Die erste 1. Sommerhälfte ist Hornhechtsaison. Jetzt kommen die Hornhechte aus dem atlantischen Ozean an die Nord- und Ostseeküste um zu laichen. Diese pfeilschnellen Räuber jagen nahe des Ufers kurz unter der Wasseroberfläche ihre Beute. Schönes, windstilles Wetter und leichter Wellengang ist die beste Voraussetzung dafür diese Räuber zu erwischen.
Der Hornhecht ist ein kampfstarker Fisch und liefert einen spannenden Drill an der Spinnrute. Zum Fang von Hornhechten benötigt man folgende Ausrüstung.
 
Kleidung:
Die Kleidung sollte der Jahreszeit entsprechend angepaßt sein. Eine Wind –und Wasserdichte „Regenkleidung“ sowie ein warmer Pullover sollte im Gepäck nicht
fehlen. Wie beim Angeln auf Meerforelle leistet eine gute Wathose auch hier gute Dienste.
 
Rute:
geangelt wird auf den Hornhecht mit einer 2,70 bis 3,60 m lange Spinnrute mit einem Wurfgewicht von 20 –60 gr. Eine gute Alternative ist eine leichte Karpfenrute.
 
Rolle:
Als Rolle kommt eine See-/Salzwasser beständige Rolle mit einem Fassungsvermögen von ca. 200m, 25er Monoschnur in betracht. Obwohl der Hornhecht nahe unter Land raubt – sollte auch hier eine konische Spule mit einer sauberen Wicklungskontur (Kreuzwicklung), für weite Würfe, Anwendung
finden.
 
Schnur:
Die Spule sollte mit 25er Monoschnur oder 18er Geflochtene gefüllt sein.
 
Köder:
Als Köder für den Hornhecht eignen sich  Kunstköder – wie schlanke Blinker , kleine schlanke Wobbler, und kleine Würmernachbildungen aus „Gummi“ sowie Streamer und Fliege.
Naturköder – Fischfetzen (vom Lachs, Hering oder Hornhecht selbst) , kleine Watt- oder Seeringelwürmer.
Also Köder ähnlich den der Meerforelle
 
Weiteres Angelgerät:
Ersatzmaterial, Gerät zum Versorgen des Fisches (Messer, Schlagholz, Hakenlöser/Arterienklemme) Behälter zum Aufbewahren des Fanges, Unterfang- / Watkescher.
 
Fangmethoden:
Blinkern
Eine Fangmethode von Hornhechten ist das Blinkern. Es werden schlanke Blinker - ähnlich denen für Meerforelle – weit ausgeworfen und in der Regel schnell eingekurbelt, so dass sich der Blinker kurz unter der Wasseroberfläche befindet. Sollte kein Anbiß erfolgen so kann man durch vareieren der Einholgeschwindkeit (Stop und Go) doch noch zum Erfolg kommen. Die Erfolgschancen können noch gesteigert werden, wenn der Haken vom Blinker gelöst und an einer Vorfachschnur ca. 4cm vom eigentlichen Blinker entfernt wieder befestigt wird.  Der Haken befindet sich somit 4cm hinter dem Blinker. Diesen Haken kann man dann noch mit einem Naturköder bestücken oder ein rotes Wollbüschel daran befestigen. Der Wollbüschel vermindert Fischverluste, weil sich die kleinen Zähne des Hornhechtes darin verfangen. Wenn möglich sollte der Drilling durch einen Einzelhaken ersetzt werden. Bei einem Drilling besteht die Gefahr, dass bei einem harten Drill der Schnabel des Hornhechtes abbricht und dann der Fisch verludert/verhungert.
 
Anstelle des Blinkers kann auch ein kleiner, schlanker, flachlaufender Wobbler verwendet werden.
 
Schleppen
Hier werden Naturköder oder Köderimitate an einem 1- 2m langen Vorfach mit der Wasserkugel, einer schlanken Weitwurfpose oder dem Spirolino ausgeworfen und im Gegenteil zum Blinker langsam herangezupft/geschleppt. Erfolgt ein Biss so ist mit leichter Verzögerung anzuschlagen.
 
Fangplätze
Hornhechte können im 1. Sommerhalbjahr fast an der gesamten Nord-/Ostseeküste gefangen werden. Ein wahres Hornhechteldorado soll in Deutschland die Insel Fehmarn
sein.
 
Oldman


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