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Angeln Dänemark

Im November zum Angeln nach Dänemark

Alle Jahre wieder

Oldman, 13.11.09

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Alle Jahre wieder – ist nicht nur Weihnachten, sondern fährt Oldman und Regierung nach Dänemark oder muß- ich sagen, fährt Regierung und Oldman. Bekannte, denen ich von Dänemark vorschwärmte fragten nach dem sie dort waren - Warum - ich musste mir anhören – da ist es doch langweilig, da ist ja gar nichts los!

Meine Antwort
Richtig -Dänemark ist langweilig, Dänemark hat unendliche Strände und diese sind zu den Zeiten, in denen wir dorthin fahren, fast menschenleer.
 
 
Zudem schlägt das Wetter so manche Kapriolen. Oftmals wechseln sich Sonnenschein, Sturm und Regen fast stündlich ab. Das aber ist es, was wir mögen Bei stundenlangen Spaziergängen am Strand, durch Dünen und Heidelandschaften, beim Angeln und stöbern in diversen Butiken (dänisch), kann man so richtig entspannen; die Seele baumeln lassen. Einfacher gesagt – sich von der Hast des Alltags erholen. Doch dieses Jahr hatten wir wettermäßig die totale Gesäßkarte gezogen. Die wenige Stunden an denen es nicht geregnet hat kann man an zehn Fingern abzählen – aber lest selbst.
 
Routine
Nun endlich ging es nach einer anstrengenden Feier und eines wichtigen Termins am Montagnachmittag verspätet los. Dank der modernen Nachrichtentechnik – wurde die Schlüsselübergabe für das Ferienhaus schnell neu geregelt. Das Packen war aufgrund jahrelanger Erfahrung Routine und ging reibungslos und schnell von statten. Wir packen einfach den halben Hausstand ein und versuchen dann selbst irgendwie im Auto noch Platz zu finden.
 
Anreise/Ankunft
Die Anreise war wegen strömenden Regens, welcher uns den ganzen Weg begleitete, recht anstrengend aber reibungslos. Rechtzeitig vor dem einsetzenden Feierabendverkehr durchfuhren wir das Nadelöhr –Hamburg – den Elbtunnel. Die Überquerung der Elbe Seitenarme mit seinen riesigen Kränen sowie der Brücke über den Nord - Ostseekanal bietet immer wieder einen imposanten Anblick.
 
 
 
So ereichten wir dann bei Dunkelheit gegen 20:00 Uhr unser Ziel. Hier zeigte sich, dass es von Vorteil ist, wenn man sich auskennt.
Schnell war alles ausgepackt und verstaut. Noch den Kamin angezündet, etwas ferngesehen ging es nach ein paar Entspannungsabsacker ins Bett, welches uns mit einem wohl bekannten Knarren freundlich begrüßte.
 
Der Urlaub
Die erste Woche verging wie im Fluge – na ja - sie war ja durch die verspätete Anreise 2Tage kürzer. Am ersten Tag wurde – es ist schon ein Ritual – die Nordssee begrüßt.
 
 
Hier mussten wir feststellen, dass sich die See, seit unserem letzten Besuch, weitere Meter der Küste zurückgeholt hat.
 
 
Ein weiteres auch fast ist Ritual ist der Verzehr solch eines ekelhaft gut schmeckenden Hot Dogs - mit allen erhältlichen Remouladen
 
 
Man kann danach –den ganzen Urlaub lang -.an jeder Pommes Bude vorbeigehen ohne irgendwelche Gelüste zu kriegen.
 
Bei weiteren Spaziergängen am Strand, durch die Dünen und der einzigartigen Heidelandschaften sahen wir, das man nicht nur Sandburgen sondern auch eindrucksvoll seine Liebe bekunden kann.
 
 
Dänemark ist Ausland – deshalb kann ich auch sagen, andere Länder andere Sitten. So wunderten wir uns auch nicht über die besondere Art der Wäschetrocknung. Wir haben bis heute nicht verstanden, warum man Fische neben der Wäsche aufhängt. Des Geruches wegen wird es wohl nicht sein?!
 
 
Die langen Abende, welche durch die Zeitumstellung noch länger waren, verbrachten wir
am anheimelnden Kamin
 
 
mit Handarbeit
 
 
Lesen und Spiel (Kniffel und Mensch Ärger dich nicht)
 
 
Ratet einmal, wer am meisten verloren hat, wer ein Essen bezahlen darf???!!!
 
Angeln
Da war doch noch was – ach ja - Angeln.
Zwischen den vorgenannten Aktivitäten war ich natürlich auch angeln.
 
Heringe
Da war der mörderische Kampf mit dem Silber des Meeres, den Heringen.
 
 
 
Ingesamt habe ich ca. 6 Std. damit zugebracht diesen Silberlingen nachzustellen. 6 Stunden habe ich den Köder das Heringspaternoster ausgeworfen und eingekurbelt. Alle Tiefen abgefischt und Hänger und damit den Verlust der Selben riskiert. 3 Stück davon zieren nun den Grund vor der Schleuse in Hvide Sande.
Das Ergebnis der ganzen Peitscherei ist wahrhaftig mager. Ganze 3 Stück dieser schmackhaften Silberlinge in Forellengröße konnte ich verhaften. Wo sind die „Herbstheringe“ – ein anderer Stamm als die „Frühjahrsheringe“ - nur geblieben???
 
 
Er weiß wo die Fische sind und hat sich bestimmt seinen Anteil geholt. Ihm sei es gegönnt, denn schließlich hat er keine leckeren Currywürste als Ersatz im Kühlschrank.
 
 
 
 
Put und Take
 
In vielen Bundesländern waren noch Herbstferien und deshalb die Teiche überlaufen. Was sich dort abspielt spottet jeder Beschreibung. Wie schon geschrieben es ist ja nichts los in Dänemark, also wird mit Kind und Kegel zum Angeln gegangen - aber davon NULL Ahnung! Mit Pikruten 40er Schnur und ebenso dicken Vorfächer wird geangelt und dennoch geht der Fisch verloren – reißt ab, weil das Wort Bremse ein Fremdwort ist.
Ein Schauspiel besonderer Art war – als dann Mama – von der Figur her einer Kugel gleichend – mit dem Kescher von links nach rechts und von rechts nach links dem gefangenen Fisch eine Weile hinterher rennt. Der wurde letzt endlich ohne Kescher gelandet. Ob Bundesländer, welche aus Geldgeilheit den Touristenschein eingeführt haben oder einführen wollen, dem Naturschutz, der Kreatur Fisch, damit einen Gefallen tun, bleibt hier dahin gestellt.
Doch zurück – mein erster Ansitz war eine Nullnummer. Der zweite Ansitz an einem anderen Teich brachte eine Überraschung. 2 wirklich gute Forellen gingen mir an den Haken, welche ich auch landen konnte. Doch dann ging meine Pose unter – irgendwie untypisch für einen Forellenbiss. Die Pose verschwand schlagartig aber nun tat sich gar nichts mehr – weder tauchte die Pose auf noch wurde Schnur genommen.
Hmm, was tun – warten – dem Fisch die Chance geben, den Köder richtig zu schlucken. Genug gewartet - Anschlag – sitzt. Nach kurzer Gegenwehr kam der Fisch an die Oberfläche - ein richtig guter Plattfisch – ich glaube es war eine Flunder - für eine Scholle fehlten die typischen markanten roten Punkte. So geschah es noch ein weiteres Mal. Das kuriose allerdings war, das die Plattfische auf einen selbst gemachten Teig aus Forelli gebissen haben.
 
 
 
 
Zufrieden mit 4 Fischen ging ich nach Hause.
 
 
 
Ich kann Euch sagen, die Plattfische zubereitet nach Finkenwerder Art, mit Kartoffelbrei und grünen Salat, waren ein Gedicht und schmeckten hervorragend. Bei weiteren .. Ansitzen fing ich noch   Forellen
 
Brandungsangeln
Zu dieser Jahreszeit ist Brandungsangeln –Hardcoreangeln und wurde wieder einmal im wahrsten Sinne des Wortes - vom Winde verweht. Zudem bei einer Rolle, beim Aufspulen einer neuen Schnur, die Feder zur Rücklaufsperre zerbrach. Zugegeben - es ist auch nicht so unbedingt mein Ding im Urlaub um 04:00 Uhr aufzustehen oder - bei totalem Sauwetter - alleine am Strand bis spät in die Nacht hinein auf einem Biss zu warten.
 
Doch habe ich bei den Spaziergängen zwei andere Arten des Meeresangelns gesehen.
 
Spinnen auf Plattfische
Benötigt wird eine Spinnrute von 2,70 - 3,20 m Länge und einem Wurfgewicht bis 80 gr. Eine normale salzwasserfeste Rolle mit ca. 200 Meter 25er Schnur.
 
Montage 1
Drop - Shot - Blei – Vorfach mit 1 oder 2 Anbiss - Stellen bestückt mit Wattwurm.
 
Methode:
Nach dem Auswerfen wird die Montage in Intervallen eingekurbelt. Das Blei sollte dabei über den Grund schleifen.
 
Montage 2
Hier ist die Montage genau wie bei einer normalen Grund – Durchlaufmontage.  Vorfach mit 1 oder 2 Anbiss - Stellen bestückt mit Wattwurm, Dropshotblei in/an die Hauptschnur gehängt
Methode:
Auch hier wird die Montage nach dem Auswerfen in Intervallen eingekurbelt. Auch hier sollte das Blei über den Grund schleifen.
 
Anmerkung:
Bei diesen Methoden erfüllt das Blei den Sinn/Zweck des in Vergessenheit geratenen Buttlöffels. Beim Schleifen des Bleies/Buttlöffels auf dem Meeresgrund wird Sand aufgewirbelt  und täuscht dem Plattfisch oder sogar dem Dorsch Beute (Nahrung) vor.
 
So vergingen die knapp 14 Tage viel zu schnell. Eines jedoch aber steht jetzt schon fest, Dänemark wir kommen wieder.
 
Gruß Oldman


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