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Waller

Fliegenfischen auf Waller am Ebro

der Sommer der verlorenen Waller!

Mario Lange, 14.08.07

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Am 30.Juni dieses Jahres war es endlich so weit, es ging wieder mal auf nach Spanien um den Wallern mit der Fliegenrute nachzustellen. Um es gleich vorwegzunehmen, die 2 Meter Marke haben wir wieder einmal mit der Fliegenrute nicht geknackt. Aber dazu komme ich noch später…

Die Vorbereitungen für diesen Trip habe ich dieses Mal sehr sorgfältig durchgeführt, da ich die zweite Woche zwei Spanienneulinge an meiner Seite hatte. Ich wollte die beiden optimal auf Spanien vorbereiten, was das Tackle, Streamer, Schnüre, usw. betrifft, damit es nicht am Material scheitert, sollte doch der große Waller beißen.
 
Ja, und so ging es am 30. Juni zeitig morgens los. In Graz habe ich noch einen kleinen Zwischenstop gemacht, um das restliche Tackle bei meinen Freunden von Austrian Outdoorsports abzuholen. Danach ging es direkt weiter, und ohne große Pausen war ich gegen 4 Uhr morgens im Camp von Andrees Angelreisen. Todmüde ging ich sofort schlafen…
 
 
Am nächsten Morgen begrüßte ich gleich einmal alle herzlichst, unter anderem Gunther, Manfred, Volker, Stefan, Rene, Armin (von Andy´s Wallercamp-Po) und jede Menge weiterer Gäste die ich schon aus vergangenen Jahren kannte.
Nach kurzem Smalltalk kam dann Andy Weyel (Shimano) mit seiner Truppe zum Frühstück. Sie waren ja schon seit einer Woche zum Spinnfischen im Zwischenstau unterwegs und sehr erfolgreich (31 Waller bis 217cm). Wie ich feststellte ist Andy ein sehr sympathischer Zeitgenosse mit dem man sehr viel Spaß haben kann.
 
Am Nachmittag ging es auf zu meinem Lieblingsspot, dem Zwischenstau. Andi war mit seiner Truppe schon Vorort, sie waren aber an diesem Tag noch nicht erfolgreich. Schnell hatte ich mein Tackle montiert und war am Wasser. Leider ging an diesem Tag nicht sehr viel, ich konnte gerade einmal einen Biss verbuchen. So beschloss ich gegen 23 Uhr den ersten Angeltag zu beenden und paddelte in Richtung Ufer.
Andy war hingegen mit seiner Truppe weitaus erfolgreicher, sie konnten 2 Waller (112cm & 168cm) verhaften, allerdings auf Köderfisch!
Nach kurzem Gespräch kam die Frage von Andy, wo ich den jetzt mit Spinnrute fischen würde? Ich antwortete nur, dass ich es ihm zeigen könnte. So saßen wir 5 Minuten später mit 2 Spinnruten bewaffnet im Boot und machten den Zwischenstau unsicher. Mittlerweile war es 23³°! Wir fischten einige meiner Lieblingsplätze ab, jedoch ohne Erfolg. Zwischendurch klopften wir auch ein paar Mal mit dem Wallerholz. Dazu kann ich nur sagen, es war Fernsehen vom feinsten. An einer Stelle bekamen wir ein Echo wie es nie zuvor gesehen hatten. Es musste wahrlich ein Riese gewesen sein. Leider konnte ich ihn nicht überreden meinen Gummifsch zu nehmen. Wie gerne hätte ich jetzt meine Klopfrute mit einem dicken Köderfisch bei mir gehabt! Gegen Ende unseres kurzen Spinntrips bekam ich noch einen Biss, aber ich konnte den Fisch leider nicht haken. So ging ich ohne Fisch gegen 03³° total erschöpft ins Bett.
 
Neuer Tag, neues Glück! An diesem Tag startete ich mit dem Manfred eine Belly Boat Tour an den Kessel in Flix. Gegen 16°° kamen wir mit bester Laune an und waren auch sofort am Wasser. Es dauerte nicht lange und so konnte ich auch schon meinen ersten Waller an der Fliegenrute haken. Es ist einfach ein irrer Spaß die kleinen Waller an der 9er Rute zu drillen.
 
 
Kurz darauf bekam ich noch einen Biss, konnte aber den Fisch nicht richtig haken und verlor ihn nach kurzem Drill (Nr.1). Um 19³° beendeten wir die Session in Flix, da Manfred noch eine Einladung zum grillen hatte. Manfred ging an diesem Tag leider leer aus, und so muss er leider noch auf seinen ersten Fliegen-Waller warten. 
 
Ich beschloss noch einen kurzen Abstecher an den Zwischenstau zu machen. Schnell war ich wieder am Wasser.
Kurz vor Sonnenuntergang sah ich im Flachwasser einen Waller rauben. Schnell holte ich meinen Streamer ein und warf ihn an diese Stelle. Erster Zug - Zweiter Zug - Bang! Ein ordentlicher Schlag ging in die Rute. Ich setzte den Anschlag und der Spaß begann. Nach 5 Minuten Drill konnte ich einen halbstarken Waller mit 135cm landen.
 
 
Nach diesem schönen Waller hörte ich auf zu angeln und lies den Abend mit einem guten Fläschchen Rioja ausklingen.
 
 
Am nächsten Morgen brach ich mit dem Andy und seiner Truppe zu einem Spinntrip im Zwischenstau auf. Waller konnten wir an diesem Tag keinen überlisten, trotzdem hatten wir sehr viel Spaß. Ein neues Belly Boat Patent haben wir auch entdeckt.
 
 
 
Wie wir zurückkamen beschloss ich noch eine kleine Ausfahrt mit dem Belly Boat und der Fliegenrute zu machen, leider war auch diese Ausfahrt ohne Erfolg.
 
 
Nach dem Fischlosen Vortag war ich schwer motiviert. Leider machte mir der starke Wind unter Tags einen Strich durch die Rechnung. Am Abend beschlossen Manfred und ich wieder einmal den Kessel in Flix zu besuchen. Der Wind wurde mittlerweile auch etwas schwächer, so dass das fischen mit der Fliegenrute möglich wurde.
Als wir auf dem Wasser waren bekam ich auch ziemlich schnell einen Biss und konnte einen 120iger landen.
 
 
Manfred bekam an diesem Abend auch endlich seinen ersten Biss, konnte aber den Fisch nicht haken und so muss er auf seinen ersten Waller mit der Fliegenrute immer noch warten. Danach blieb es für diesen Abend ruhig.
 
Den Tag darauf lies ich es wieder ruhig angehen und genoss die schönen Seiten des Urlaubs. Spanien pur, in der Stadt gemütlich Frühstücken, Cafetrinken, ein paar Vinotheken besuchen und einfach nur entspannen.
Am Abend überkam mich dann doch noch die Lust zu angeln und so startete ich eine kleine Tour an den Zwischenstau. Dieser kleine Ausflug blieb aber ohne Erfolg.
 
Ich musste leider feststellen dass es dieses Jahr im Zwischenstau nicht so lief wie ich es gewohnt war. Dies lag aber meiner Meinung nach an den Unmengen an Futterfisch die da waren. Rotaugen mit gut 20cm und Lauben schwammen zu tausenden herum! Aber zum Glück gibt es noch viele andere Stellen am Ebro an denen man noch ausgezeichnet Waller fangen kann.
 
 
Den nächsten Morgen startete ich mit einer Schwarzbarschtour, sie bissen an diesem Tag wie verrückt. An ein paar Stellen brachte jeder Wurf einen Schwarzbarsch und an leichtem Gerät machen diese richtig Spaß.
Am Nachmittag kam Dieter aus dem Delta hoch, er wollte auch endlich seinen ersten Waller mit der Fliegenrute fangen, und so packten wir unsere Sachen und führen an den Fluss. Kaum waren wir auf dem Wasser drillte Dieter schon seinen ersten Waller. Er war natürlich überglücklich das es endlich geklappt hat.
 
 
Ich paddelte eine Stelle an die mir sehr verdächtig vorkam und platzierte meinen Streamer dort. Beim einholen bekam ich auch sofort eine Attacke, ich konnte leider aber den Fisch nicht haken. Ich probierte es gleich noch einmal und hatte auch sofort die nächste Attacke, leider konnte ich ihn auch dieses Mal nicht haken. Es war zum verzweifeln. So beschloss ich die Stelle später noch einmal zu befischen, und es zahlte sich aus. 20 Minuten später konnte ich dann einen Waller mit knapp einem Meter landen.
 
 
Einige Zeit später konnte ich noch einen Waller mit 80 cm landen. Gegen 22 Uhr hörten wir auf zu angeln, und Dieter war wie schon gesagt mit seinem Fang überglücklich!
Wie ich gegen 23 Uhr im Camp angekommen bin, dachte ich mir, dass ich noch nicht schlafen gehen konnte, und so beschloss ich noch eine Runde am See klopfen zu gehen. So packte ich meine Klopfrute, ein paar Köderfische und schnappte mir ein Boot. Auf dem Weg zum Boot traf ich noch Armin und überredete ihn mitzukommen. Es war ein lustiger Kurzausflug, und äußerst beeindruckend den Meister beim klopfen zuzusehen. Prompt wurde der Ausflug mit einem Biss belohnt, leider ging der Fisch aber in der Hektik verloren (Nr.2) und wir ließen es sein. Erschöpft, aber glücklich ging ich ins Bett.
 
Die erste Woche war vorbei und nun kamen meine Gäste, Marion und Uli, aus Deutschland an, die ich die zweite Woche betreuen durfte. Nach kurzer Begrüßung und Einweisung ging es dann am Nachmittag gleich los mit einer kleinen Schwarzbarschausfahrt. Nach einigen Schwarzbarschen bekam Uli einen Karpfen an den Haken, konnte diesen aber nicht halten.
 
 
Am Abend tauschten wir unser leichtes Gerät gegen die schweren Fliegenruten um den großen Räubern nachzustellen. Ich kann nur sagen dass es in so einer traumhaften Kulisse irre Spaß macht zu fischen, auch wenn man nichts fängt. Gefangen haben wir an diesem Abend auch nichts, ich hatte nur einen Biss.
 
Am Morgen des folgenden Tages konnte ich direkt an der Steganlage einige Karpfen beim fressen beobachten. Ich dachte mir, die muss man doch irgendwie überlisten können! So steckte ich meine 5er Rute zusammen und montierte eine Lachsei-Fliege. Nach einigen platzierten Würfen saugte auch schon ein stattlicher Karpfen meine Lachsei-Fliege ein und der Spaß begann. Einfach ein genialer Drill an der 5er Rute! Das macht richtig Spaß!
 
 
Da staunte auch Volker, der vorher die ganze Sache etwas skeptisch beobachtet hatte!
 
Wie immer war es unmöglich in der Mittagshitze zu angeln und so fuhren wir erst gegen Abend zum Zwischenstau. Vor Ort sprachen fachsimpelten Uli und ich noch ein wenig über das Material. Ein Punkt dabei war, das ich zum verbinden des Vorfaches an die Running-Line Loops verwende, Uli hingegen seine Vorfächer an die Running-Line knotete. Ein weiterer Punkt war, das ich mit den Haken mit denen er gefischt hatte schlechte Erfahrungen gemacht habe. Sie sind mir immer gebrochen. Er war von diesen Haken überzeugt. Tja,…
Zehn Minuten später, wie wir dann am Wasser waren bekam Uli einen Hammer Biss! Uli machte alles richtig, und dann passierte es! Der Waller ging verloren. (Nr.3)! Echt Schade, es war mit Sicherheit einer von den großen. Ach ja, bevor ich es vergesse! Der Grund wieso der Waller verloren ging, war das sein Haken gebrochen ist! …
Sonst lief an diesem Abend im Zwischenstau nichts mehr! Im Camp angekommen schnappte ich mir wieder ein paar Köderfische und fuhr raus zum Klopfen. In der Bucht angekommen bekam ich auch schon nach ein paar Schlägen den ersten Biss. Ich sag nur: Anschlag, kurzer Drill und dann ging der Fisch verloren. (Nr.4). Es war unglaublich, aber es kam noch schlimmer! Kurze Zeit später bekam ich noch einen an den Haken, und auch dieser ging verloren (Nr.5)! Es war zum verzweifeln…
Enttäuscht ging ich zu Bett.
 
5-6 Windstärken brachte uns der nächste Tag und so war es nur an einem Platz möglich mit der Fliegenrute zu fischen. Der Kessel in Flix. Hier kann man selbst bei Sturm noch halbwegs vernünftig angeln. Weiters ist der Kessel immer gut für einen Fisch!
Um die Mittagszeit starteten die Waller ein wahren Raubzug durch das Flachwasser. Dies brachte Uli und Marion je einen Waller. Für beide war es je der erste Waller, und sie waren begeistert.
 
 
 
 
Kurz später konnte ich innerhalb von 10 Minuten 2 Karpfen (12 Pfd. u. 10 Pfd.) landen, die nach meinem Raubfischstreamer geraubt haben. Karpfen in dieser Größe machen im Drill richtig Spaß.
 
 
 
Danach bekam ich endlich einen Waller an den Haken, und wie konnte es anders sein, auch dieser Fisch ging verloren (Nr.6). Es war wie verhext.
 
Nach dem wir fast den ganzen Tag gefischt haben, hörten wir am frühen Abend auf zu angeln und ich genoss bei einem guten Abendessen wieder einmal die schönen Seiten von Spanien.
 
Der starke Wind war auch noch am nächsten Tag da und so beschlossen wir erst am Abend unsere Tour zu starten. Ja, so kann es sein in Spanien, dass man an das Wetter gebunden ist.
Ich konnte aber nicht bis zum Abend warten und so startete ich eine kleine Spinntour. Erstes Ziel war der Kraftwerksauslauf in Flix. Eine Stelle die man fast nur vom Boot oder Belly Boat aus befischen kann, da die Stelle eingezäunt und stark bewachsen ist. Waller brachte mir die Stelle aber leider keinen. Ich denke dass es aber an der Uhrzeit lag und dass die Stelle in Abendstunden weitaus besser ist. Ich werde es auf alle Fälle wieder testen.
Danach fuhr ich zum Kessel um dort noch ein paar Würfe mit der Spinnrute zu machen. Ich konnte innerhalb kurzer Zeit einen 175er und einen 70er landen. Beide auf den Koyote Gummifisch.
 
 
Am Abend fuhr ich zu unserem Treffpunkt am Zwischenstau. Uli und Marion erwarteten mich schon. Der Wind wurde mittlerweile auch etwas schwächer. Kurz vor der Dunkelheit bekam Uli einen Hänger. Uli paddelte an die Stelle zurück wo er seinen vermeidlichen Hänger hatte und begann an der Schnur zu ziehen um den Hänger zu lösen. Auf einmal begann der Hänger los zu schwimmen. Was war das? Uli setzte den Anschlag und der Spaß begann. Der Fisch war nicht zu halten. Er zog Schnur ab, obwohl Uli die Bremse fast geschlossen hatte. Ich war mir sicher, dies war der ganz Große!
Auf einmal gab es einen kurzen Schlag in der Rute und der Fisch war weg! Was war los fragten wir uns enttäuscht? Als Uli die Running-Line eingeholt hat sahen wir das Unglück. Uli´s Knoten mit der er das Vorfach gebunden hatte ging auf… Soviel zum Thema Knoten oder Loop. Schade das war wirklich ein großer Waller. Das war es dann auch für diesen Tag.
 
Mittlerweile war es Mittwoch und wir fuhren an den Sant Lorenc Stausee zum Hecht und Zander fischen. Der Sant Lorenc Stausee liegt am Fuße der Pyrenäen und ist ein wahrhaft traumhafter Stausee. Dennoch sahen wir an diesem Tag weder einen Hecht noch einen Zander. Lediglich Uli konnten einen schönen Karpfen zum Fototermin überreden.
 
 
Am vorletzten Tag fuhren wir schon zeitig am Morgen zum Zwischenstau. Waller konnten wir leider keinen fangen. Um die Mittagszeit fuhr ich wieder an den Fluss zum Spinnfischen. Ich konnte in 2 Stunden 3 Waller bis 135cm landen.
Am Abend fuhren wir wieder zum Zwischenstau. Leider hatten wir keinen einzigen Biss.
 
Letzter Tag, letzter Angriff. Nach dem ich meine Sachen für die Heimfahrt am folgenden Tag gepackt hatte fuhr ich nach Flix an den Kessel. Uli und Marion waren schon vor Ort und haben seit ein paar Stunden gefischt. Uli konnte auch schon einen Waller mit einem Meter landen. Es dauerte nicht lange da konnte ich auch schon wieder einen Waller drillen. Aber wie sollte es anders sein, ging auch dieser verloren (Nr.7). Uli hatte mittlerweile den nächsten Waller im Drill und konnte auch diesen landen. Kurz vor der Dunkelheit bekam ich wieder einen guten Biss. Dieses Mal konnte ich den Waller aber landen. Es war wieder ein guter Fisch mit 136cm. In der folgenden Stunde bekam ich noch 2 weitere Bisse, konnte aber beide nicht verwerten. Marion bekam an diesem Abend nur einen einzigen Biss.
 
Und so gingen wieder einmal zwei traumhafte Wochen in Spanien zu Ende! Der 2 Meter Waller war leider nicht dabei, aber was solls. Das ist nun einmal so beim angeln.
 
Ich freue mich nun schon wieder auf meinen nächsten Trip im August, wenn den großen Räubern wieder nachstellen kann.
 
Euer Mario Lange


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